Karnevalverein Niederhadamar


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Geschichte der Fassnacht

Chronik

Wie kam die Fastnacht in unsere Region?

Die Fastnacht in Niederhadamar wurde schon in den Jahren um 1860 erwähnt, welche unsere Urgroßväter, die in Köln und Düsseldorf als Maurer arbeiteten, in unsere Gemeinde überbrachten.
Der Fastnachtsbrauch hatte aber mit den damaligen Hofnarren der Grafen- und Fürstenhäuser nichts zu tun, sondern er wurde ein allgemeiner Volksbrauch.
Ab Lichtmess wurden abends in den Gaststätten „Kappenabende“ abgehalten und endete an Fastnacht mit der Kappenfahrt. Mit vierspännig bespannter Chaise ging es durch die Gemeinde und wurde montags und dienstags in den Nachbargemeinden fortgesetzt.
Den Einwohnern machte es Freude, vier Wochen vor der strengen Fastenzeit, sich abends zu verkleiden, um unerkannt die Nachbarschaft, Freunde und Verwandte zu besuchen. Manch toller Scherz war dabei und manch bittere Pille wurde an den Mann gebracht.
Der Mummenschanz kam in Niederhadamar zur Blüte und wurde später auch in anderen Gemeinden übernommen. Für alle diese Veranstaltungen haftete und zeichnete das närrische Komitee „Mannebach“.
Die Gründung des Vereins und die ersten schweren Jahre
Der Gründungstag des Karnevalsverein Niederhadamar und die Namen der Gründer sind leider nicht mehr festzustellen, denn nach dem 2. Weltkrieg wurde von den damaligen Besatzungsmächten alles vernichtet.
In der Karnevalssaison 1905/1906 kamen dann einige Gleichgesinnte überein, in Niederhadamar all diejenigen zusammenzuschließen, „welche Spaß an der Freud“ hatten und sich dem Prinzen Karneval verschreiben wollten. Einwohner, die das Dorf noch nie verlassen hatten, gesellten sich dazu und bewiesen, dass sie das Narrenzepter
genauso zu schwingen verstanden, wie geborene Karnevalisten. Alles war Feuer und Flamme und so konnte die Gründung ohne Besorgnis vorgenommen werden. Im Dorf wurden einige Sammlungen durchgeführt, was bewies, dass auch die Einwohner von Niederhadamar gewillt waren, die Karnevalisten zu unterstützen. Im Gründungsjahr veranstaltete der junge Verein seinen ersten großen Karnevalszug mit Prinz, Prinzessin, Prinzengarde, Reiter, Kleppergarde und vier Wagengruppen. Es war für die damalige Zeit eine große Leistung, denn in dieser Zeit saß das Geld nicht so locker wie heute.
Auch in den folgenden Jahren wurden Karnevalszüge abgehalten, welche bei Alt und Jung großen Beifall fanden. Es wurden auch Karnevalszeitungen herausgegeben, welche nur von Beleidigungen trotzten. Mit diesen Autoren hatte aber der Karnevalsverein nichts zu tun, sondern er blieb seinem alten Grundsatz „ohne Politik“ treu.
In diesem Sinne ging es weiter bis 1914, als der 1. Weltkrieg kam. Während des Krieges ruhte die Vereinstätigkeit. Als sich nach dem 1. Weltkrieg in den Großstädten die Karnevalisten regten, waren die Niederhadamarer Karnevalisten auch wieder da.. Ihnen ist es zu danken, dass die alte Tradition wieder auflebte.
Mit dem Jahr der Machtergreifung hörte das bis dahin unpolitische Vereinsleben nach und nach auf. Es wurden zwar noch karnevalistische Veranstaltungen abgehalten doch der politische Einfluß war spürbar.
Der letzte große Fastnachtszug mit einer Tollität war am 07. Februar 1937. Prinz Peter Gröschen zog damals durch die Straßen von Mannebach. Die Prinzenrede ist noch vorhanden und befindet sich im Vereinsarchiv.
Von 1939 bis 1945, während des 2. Weltkrieges, ruhte das Vereinsleben. In dieser Notzeit waren es die alten Karnevalisten, die durchhielten und den Verein so gut es ging durch die harten Kriegsjahre steuerten. Nach dem 2. Weltkrieg rief der damalige 1. Vorsitzende Johann Knapp den Verein wieder ins Leben. Das Überlieferte ließen sich die Karnevalisten nicht nehmen, denn im § 1 der Vereinsstatuten von 1956 steht: „althistorische Sitten und Gebräuche zu hegen, bewahren und an jüngere Generationen zu überliefern“.
Vom Jahre 1946 ab gestaltete sich das Vereinsleben wieder aktiver. Als erste große Veranstaltung wurde am 06.01.1947 im Saalbau Braun das Lustspiel „Onkel Hilarius und die Wunderspritze“ aufgeführt. Die beiden Veranstaltungen waren ausverkauft, denn die Bürger von Niederhadamar brauchten mal wieder was „Lustiges“ nach den Wirren des 2. Weltkrieges.
In der Fastnachtszeit wurden Kappensitzungen und Maskenbälle angehalten. Die Tanzflächen waren überfüllt von originellen Masken. Die Überzahl der Masken waren Frauen. Männer hatten sich als „Bauer“ verkleidet und mancher Besucher musste eine bittere Pille einstecken. Das alles wurde mit Humor entgegengenommen.
1948 hatten wir mit Alois Schneider seit 11 Jahren wieder einen Prinzen. Er regierte nur am Fastnachtsonntag beim Maskenball im Saalbau Braun und Rosenmontag fuhr er mit dem Elferrat durch die Ortsstraßen. Das Engagement der Karnevalisten war nicht nur auf das eigene Vereinsleben beschräkt
So wurde im Jahre 1949 in der Fastnachtszeit ein Fußballspiel gegen den Quartettverein für die Neubeschaffung der Kirchenglocken ausgetragen. Der Reinerlös aus diesem Spiel betrug 327,00 DM.
Leider blieben auch Reibereien und Streitigkeiten unter den Ortsvereinen nicht aus. So veranstaltete trotz vorheriger Absprache ein anderer Ortsverein im Saalbau Stahl am Rosenmontag des Jahres 1950 einen Maskenball. Allem Ärger zum Trotze veranstaltete der Karnevalverein am Fastnachtssonntag einen großen Kinderfastnachtsumzug mit dem Kinderprinzen Hans I. (Hans Klitzsch) und der Kinderprinzessin Marianne I. (Marianne Diefenbach). An diesem Umzug nahm auch der Elferrat mit Prinz Josef I. (Josef Nink) teil. Am gleichen Abend fand noch ein großer Gala Maskenball statt.
Ein Höhepunkt im Jahre 1952 war am Fastnachtsonntag die Prinzenproklamation. Georg Diefenbach wurde als „Prinz Georg I.“ dem närrischen Volk präsentiert.
Ein Novum in der Weihnachtszeit 1952, war eine Weihnachtsfeier, die in Verbindung mit dem Radsport im Saalbau Braun abgehalten wurde.
Kurioses gab es im Jahr 1953 , da konnte an allen drei Fastnachtstagen keine Veranstaltungen vom Karnevalverein abgehalten werden. Dies soll seit Bestehen des Vereins noch nicht vorgekommen sein. Der Grund für den Ausfall der Veranstaltungen: Es war keine Musikkappelle mehr zu bekommen.
Eine kleine Anmerkung des Chronisten Josef Nink:
Im Jahre 1948 war bei einer Tanzveranstaltung die bestellte Musikkappelle nicht erschienen. Der Vereinswirt, Toni Braun, setzte sich ans Klavier und spielte den ganzen Abend zum Tanz und sorgte so eine gute Stimmung im Saal.
Im Jahre 1954 konnte der Verein erneut ein Kinderprinzenpaar mit Hermann I. (Hermann Egenolf) und Friedel I. (Friedel Größchen) stellen.
Am Fastnachtssonntag fuhr man in einem mit Blumen geschmückten Prinzenwaagen, einem Motivwagen „Mannebach“ und dem Elferrat durch die Strassen von Niederhadamar.
In der Session 1955/56 feierte der Verein sein 50- jähriges Vereinsjubiläum.
Zum erstenmal sollte mit Hadamar ein Umzug abgehalten werden. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, da die KG Hadamar nicht mit den Wünschen unseres Vereins einverstanden war. Nach Rücksprache mit den Niederhadamarer Ortsvereinen wurde beschlossen, am Fastnachtssonntag einen großen Fastnachtszug durch die Strassen Mannebachs zu veranstalten. Zeitungsausschnitte befinden sich im Vereinsarchiv.
Nun herrschte endlich wieder Einigkeit unter den Ortsvereinen in Niederhadamar. Acht Tage vor Fastnacht wurde beim Maskenball des Sport-Clubs Niederhadamar im Saalbau Stahl, Josef Nink zum Prinzen „Jupp von Ninkshausen“ proklamiert.
Alle Ortsvereine stellten einen Wagen oder eine Fußgruppe. Trotz 15 Grad minus jubelten einige tausend Zuschauer Prinz Jupp von Ninkshausen, seinem Gefolge und 22 Gruppen zu.
In Hadamar lief zeitgleich der Dreierbundzug, was aber der guten Stimmung in Mannebach keinen Abbruch tat. Prinz Jupp von Ninkshausen begrüßte auf der „Höhe“ der Mainzer Landstrasse den Prinzen von Hadamar Prinz Peter Heuser. Die Prinzenrede von Prinz Jupp ist noch vorhanden und befindet sich im Vereinsarchiv.
Im Jahre 1958 wurde eine Prinzengarde mit neuer Uniform aufgestellt.
Im Jubiläumsjahr „5 x 11 Jahre Karnevalverein Niederhadamar“ wurde am 14.01.1961 Fritz Diefenbach im Saalbau „Vier Linden“ zum Prinzen Friedrich Carl I. von und zu der Höhe mit seiner Prinzessin Ursula gekürt. Unter seiner Regentschaft konnte dann am Fastnachtsonntag wieder ein großer Umzug stattfinden. Prinz Friedrich Carl I. war der letzte Prinz von Mannebach.
Am 10.11.1962 wurde die neue Vereinsstandarte eingeweiht.
Sie wurde von Hedwig und Hans Otto hergestellt und von Irmgard Hoppe und Josef Nink, gestiftet.
Am 01.12.1964 wurde der Fanfarenzug unter dem damaligen Vorstand ins Leben gerufen. Der Fanfarenzug hatte bei seiner Gründung 12 Mitglieder und die Leitung hatte Peter Heuser übernommen.
In den folgenden Jahren nahm die Zahl der Mitglieder stetig zu. So konnte sich der Fanfarenzug bei vielen Umzügen und Veranstaltungen beteiligen. Auch bei vielen musikalischen Wettstreiten wurden hervorragende Platzierungen belegt.
Das 60-jährige Vereinsjubiläum begann am 30.01.1966 mit einer Jubiläumssitzung. Am Fastnachtssonntag, dem 02.02.1966 begann der große Karnevalszug in Hadamar in Verbindung mit unserem 60-jährigen Vereinsjubiläum und dem Dreierbund Limburg – Diez – Hadamar. Dies war der erste gemeinsame Zug mit dem KV Niederhadamar
und der KG Hadamar.
Dreierbundsprinz war Otto I. (Otto Klimt aus Hadamar). Die Aufstellung des Zuges erfolgte in Niederhadamar.
In den kommenden Jahren wurden wieder mit großem Erfolg Fremdensitzungen abgehalten.
Am 02./03.08.1969 wurde mit einem Freundschaftstreffen auf der Host das 5-jährige Bestehen des Fanfarenzugs gefeiert. In den kommenden Jahren fand das Lageressen im Westernstil statt. Viele Spielleute aus der näheren Umgebung kamen „In die Host“, wo ein Camp im Westernstil aufgezogen wurde. Samstagsabends entzündeten vor der Kulisse von Zelten und Planwagen „Old Joe“
(1. Vorsitzender Jupp Nink) und seine Kumpanen das Lagerfeuer, in dessen Glut saftige Würstchen gebraten wurden und in dessen Licht die Fanfarenzüge auftraten. Sonntagsmorgens ging es dann mit dem Frühschoppen weiter. Nachmittags setzte sich entweder ein Sternmarsch der Fanfarenzüge in Bewegung oder es wurde zu einem Freundschaftsspiel geblasen. Im Camp bedienten Westerngirls und Cowboys Zum Eintritt wurden weder Dollars noch D-Mark verlangt. 1973 war das letzte Lageressen im Westernstil.. Eine sehr schöne Veranstaltung des Fanfarenzuges ging zu Ende.
Am 10.01.1970 fand im großen Sitzungssaal des Rathauses in Hadamar die Prinzenkürung von Prinz Stabil I. (Josef Ruoff) mit seinem Adjutanten Hans Georg Nonn und seinem Prinzenmariechen Lieselotte Offermann, statt. Das Motto damals lautete: „Viel Narretei durch alle zwei“. Der Karnevalverein Niederhadamar war stolz, dass Lieselotte Offermann, als Prinzenmariechen fungierte. Sie war Mitglied im KV.
Der große Dreierbundzug rollte am 08.02.1970 pünktlich von Niederhadamar nach Hadamar. Es dauerte 2 ½ Stunden, bis der über einen Kilometer lange Zug die Strassen der Stadt passiert hatte. Zugleiter war Vereinsmitglied Jakob Stahl.
Das Jahr 1974 war wieder voller Ereignisse. Die Prinzenkürung seiner Tollität Prinz Hans Georg I. (Hans-Georg Nonn) und seiner Prinzessin Ingeborg I. (Ingeborg Hoffmann) fand am 19.01.1974 im alten Schloss in Hadamar statt.
Als Höhepunkt unseres Vereins folgte, nach 20 Jahren Pause, die Kürung des Kinderprinzenpaares. Am 27.01.1974 wurde Kinderprinz Thomas I. (Thomas Stahl) und Kinderprinzessin Ingrid I. (Ingrid Nink) in der Narrhalla Stahl gekürt. Sie wurden von der Prinzengarde, fünf Prinzenmariechen und einem Pagen begleitet.
Die Fürstenstadt im Narrentaumel. Viele tausend Menschen sahen dann am Fastnachsonntag den Dreierbundzug von Niederhadamar nach Hadamar rollen.
Der Fanfarenzug feierte, verbunden mit der Niederhadamarer Kirmes, vom 30.08. bis 02.09.1974, sein 10-jähriges Bestehen. Alles war gut vorbereitet, so konnte der Festpräsident Jupp Nink am Freitag, den 30.08.1974 den Kommers- und Musikabend mit 13 Fanfaren-, Spielmanns- und Musikzügen eröffnen. Es war ein schönes Fest. Das 10-jährige Bestehen des Fanfarenzuges in Verbindung mit der Niederhadamarer Kirmes ist in die Vereinsgeschichte eingegangen.
Das 70-jährige Vereinsjubiläum wurde am 15.11.1975 mit einem Familienabend in der Mehrzweckhalle der staatlichen Glasfachschule eröffnet.
Am 17.01.1976 fand ebenfalls in der Mehrzweckhalle ein großer bunter Abend mit bekannten Künstlern aus Funk und Fernsehen statt.
Dieser Abend wird noch manchem In Erinnerung sein, denn so was wurde in Niederhadamar bis dato noch nicht geboten.
Vier Wochen später fand dann in der ausverkauften Mehrzweckhalle die Jubiläumssitzung statt.
Am 07.01.1978 wurde im Schloss zu Hadamar mit Prinz Karl I. (Karl Piroth) und Prinzessin Ursula I. (Ursula Diefenbach) ein Prinzenpaar gekürt. Vereinspräsident Jupp Nink überbrachte den Prinzenpaar Glückwünsche des KV und freute sich, dass Ursula Diefenbach als Mannebacher Mädchen und unsere ehemalige Prinzessin von 1961 das Amt der Prinzessin im Dreierbund übernommen hatte.
Im kleinen Saal des Hotels „Zur Sonne“ in Niederhadamar wurde am 15.01.1978 Kinderprinzessin Tatjana I. (Tatjana Meyer) von der Lockenburg gekürt. Ihr zur Seite stand Thomas Stahl als Adjutant und Patricia Laux als Prinzenmariechen.
Unter dem Motto „50 Jahre Jubeljum – Hadamarer Narrenturm“ rollte der Dreierbundszug am 05.02.1978 von Niederhadamar nach Hadamar. Es war der längste und winterlichste Zug des Dreierbundes, denn es schneite ca. eine Stunde lang. 117 Zugnummern waren gemeldet. Zugleiter war unser Vorstandsmitglied Alfons Stahl.
Als Eröffnung des 75-jährigen Vereinsjubiläums galt die Niederhadamarer Kirmes vom 06.09. bis 08.09.1980. Die Kirmes war ein toller Erfolg für den Verein.
Die „große Eröffnung“ des 75-jährigen Vereinsjubiläums, das in der Karnevalsession 1980/81 gefeiert wurde, fand am 15.11.1980 in der Mehrzweckhalle statt. Weitere Großveranstaltungen im Jubiläumsjahr waren der „Große Bunte Abend“ mit Künstlern aus Funk und Fernsehen am 17.01.1981, die Jubiläumssitzung am 21.02.1981, die Kindersitzung am 22.02.1981, der zur Tradition gewordene Ramba-Zamba-Ball am 28.02.1981 und der Kinderball am 01.03.1981.Seit vielen Jahren bestehen zu unseren Freunden der KG Hadamar, der CV Hundsangen, wie auch zum Rauchclub Limburg, den Blauen Funkern Limburg und der 1. GKG Diez gute Verbindungen; sie wirkten alle bei unserem Fremdensitzungen und sonstigen Veranstaltungen mit. Am 01.12.1981 löste sich der Fanfarenzug auf. 16 Jahre bestand der Fanfarenzug und konnte in dieser Zeit viele Erfolge mit nach Hause bringen. Leider kamen keine Mitglieder hinzu, damit er weiter bestehen konnte. Ebenfalls fehlte dem Fanfarenzug die Leitung.
In der Session 1981/82 fand der Dreierbundzug wieder in Hadamar statt. Wieder hatten wir ein Prinzenpaar. Prinz Franz I. (Franz Stanjek) und Prinzessin Roswitha I. (Roswitha Pohl) von Nassau-Hadamar. Ihnen standen zur Seite als Hofsekretär, Jupp Nink und als Prinzregent Siggi Lange. Zugmarschall des Großen Dreierbundzuges war unser 2 Vorsitzender Reinhard Laux.
Seit November 1982 ist der Karnevalverein Niederhadamar Mitglied in dem Regionalverband Karnevalistischer Korporationen Rhein-Mosel-Lahn e.V. (RKK) mit Sitz in Koblenz.
Im Dezember 1982 haben sich ehemalige Mitglieder des Fanfarenzuges und Elferratsmitglieder zusammengeschlossen und den Fanfarenzug wieder gegründet. Sie wollen sich im laufe des Jahres treffen, Übungsstunden abhalten und nach Möglichkeit bei den Kappensitzungen spielen. Leiter des Zuges ist Werner Woidich. 1986 feierte der Karnevalverein sein 80-jähriges Vereinsjubiläum. Der Höhepunkt war der 04.01.1986: Die Kürung des Prinzenpaares des Dreierbundes Limburg – Diez – Hadamar. Erstmals in der Geschichte des KV regierte ein Prinzenpaar aus Niederhadamar den Dreierbund. Mit lautstarkem Beifall und Helau – Rufen wurden der 1. Vorsitzende Jupp Nink als Prinz Jupp I. und das Vorstandsmitglied Bärbel Laux als Prinzessin Bärbel I. von Nassau-Hadamar gekürt. Als Adjutant und persönlicher Berater stand dem Prinzenpaar Willi Heep zur Seite. Großer Jubel und Freude herrschte im Stadtteil Niederhadamar, dass ein Prinzenpaar und ein Adjutant aus den eigenen Reihen den Dreierbund regierte.
Der „Große Dreierbundzug“ rollte am 09.02.1986, dem Fastnachtssonntag von Niederhadamar nach Hadamar. Trotz Kälte von 12 Grad minus waren sehr viele Zuschauer von nah und fern gekommen. „War das ein Zug“ – 125 Gruppen, Wagen und Musikkapellen. Das war der krönende Abschluss unseres Prinzenpaares Jupp I. und Bärbel I. von Nassau-Hadamar und dem 80 jährigen Vereinsjubiläum.
Leider gab unser Fanfarenzug in der Kappensitzung am 06.02.1986 seine Abschiedsvorstellung. Er war bis auf wenige Musiker zusammengeschrumpft und diese gehörten noch dem Elferrat an. Schade! – Es war eine schöne Zeit mit dem Fanfarenzug –
Nach Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 03.04.1987 soll der Verein unter dem Namen „Karnevalverein 1906 e.V. Niederhadamar“ in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Hadamar eingetragen werden. Die Satzung wurde geändert und vom Amtsgericht bestätigt.
Das Vereinsjahr 1989/90 war wieder ein Jahr voller Ereignisse: Neuwahlen des Vorstandes, Kauf der Güterhalle in Hadamar für ein Zeughaus, Dreierbundzug in Hadamar.
In der Jahreshauptversammlung am 15.04.1989 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der 1. Vorsitzende Jupp Nink verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. Er war 23 Jahre Vorsitzender des Vereins und wollte das Amt des Vorsitzenden einem jüngeren Mitglied überlassen. Er wurde einstimmig zum „Ehrenvorsitzenden“ ernannt.
Am 11.11.1989 gab der Vorstand zum ersten Mal eine Vereins-Zeitschrift „Der Eulenspiegel“ heraus.
Am 20.01.1990 fand die Prinzenkürung in der Stadthalle Hadamar, erstmals um 20.11 Uhr, statt. Prinz Heiner I. (Heiner Ruoff) und Prinzessin Ingrid I. (Ingrid Friedrich geb. Ruoff) wurden zum Dreierbunds-Prinzenpaar gekürt. Ihnen standen zur Seite: Dieter Ruoff als Registrator und Michael Ruoff als Kanzlist. Beide sind Mitglieder im KV.
„Narrentaumel am Elbbachufer“. Der Dreierbundszug Limburg – Diez – Hadamar lockte am 25.02.1990. dem Fastnachtssonntag, mehr als 50.000 Besucher nach Hadamar. Regentropfen eröffneten den Karnevalszug. Von Niederhadamar aus machten sich 125 Wagen und Fußgruppen mit Musikkapellen auf den Weg nach Hadamar.
1991 fallen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland die Fastnachts-Veranstaltungen aus. Grund: Der Golfkrieg. Alle Veranstaltungen, die schon vorgeplant waren, mussten abgesagt werden.
Endlich war es 1992 wieder soweit. In Mannebach wurde nach einem Jahr Pause Fastnacht gefeiert. Der Damenelferrat hielt am 25.02.1992 seinen ersten Kreppelkaffee. Ministerpräsidentin Petra Heibel begrüßte eine volle Narhalla. Am 27.02.1992 veranstaltete der Karnevalverein seinen ersten Altweiberball.
1992 feierte man in Mannebach historische Kirmes. Der Karnevalverein nahm am 06.09.1992 am historischen Festumzug mit zwei Motivwagen und einer Fußgruppe teil.
Am 13.02.1994 war wieder der große Dreierbundzug in Hadamar mit der Prinzessin Angelika I.
Es war bitterkalt und das Bier fror in den Leitungen ein. Trotzdem war es wieder ein wunderschöner Umzug mit großer Beteiligung. Auch die Besucher ließen sich von der Kälte nicht abschrecken und waren zahlreich nach Mannebach und Hadamar gekommen.
Unter Prinz Harald I. (Harald Kalteier) und Prinzessin Anita I. (Anita Druck) schlängelte sich der närrische Lindwurm 1998 durch die Strassen von Niederhadamar und Hadamar: Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Hadamar mit dem Prinzenpaar, erfolgte anschließend in Mannebach die Zugaufstellung zu einem gigantischen Umzug.
Da die Resonanz am Altweiberball immer mehr zurück ging, entschied man in der Vorstandssitzung am 01.09.1998, den Altweiberball in Zukunft nicht mehr auszurichten.
Am 20.09.1998 richtete die KG Hadamar den LiDiHa-Abend aus. Der Damenelferrat des Karnevalverein Niederhadamar nahm sehr erfolgreich an diesem Event teil. Die Damen erreichten an diesem Abend den 1. Platz, welchen sie sich auch in den zwei darauffolgenden Jahren sicherten.
Wie jedes Jahr, das erste Wochenende im September, feierte Mannebach Kirmes. Ausrichter im Jahr 2001 war der Karnevalverein. Da es in diesem Jahr keine Kirmesburschen gab, sprangen der Damenelferrat und einige Mädels der Funkengarde ein. Auch diese Kirmes war wieder ein voller Erfolg.
Erstmalig fanden am 09.09.2001 in Hadamar die offene Hessenmeisterschaften im Garde- und Showtanz statt. Die Funkengarde des Karnevalvereins hat erfolgreich daran teilgenommen und erreichte einen respektablen 3. Platz.
Die Kampagne 2001/2002 war Prinzenjahr in Hadamar. Am 11.11.2001 wurde in der Stadthalle in Hadamar Prinz Ernst I. von der Hammelburg zu Nassau-Hadamar gekürt. Ihm zur Seite standen als Registrator Reinhard Laux und als Prokorator Andreas Immel.
Nach 24 Jahren war auch wieder Kinderprinzenkürung in der Stadthalle Hadamar. Mit großem Helau wurde Kinderprinz Max I. und seine Adjutanten Carsten Lanio und Eric Sprenger am 13.01.2002 gekürt.
Bei guter Laune und wechselndem Wetter zog man am 10.02.2002 durch die Strassen von Mannebach und Hadamar. Beim großen Dreierbundszug nahm der Karnevalverein mit fünf Zugnummern teil. Die anschließende Zugparty in der Glasfachschule war hervorragend besucht.
Da in Mannebach oft und gerne gefeiert wird, nahm der Karnevalverein selbstverständlich am 11.08.2002 am Festumzug der Freiwilligen Feuerwehr Niederhadamar teil.
Am 11.10.2002 verstarb Ehrenpräsident Josef Nink im Alter von 75 Jahren.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge eröffnete der Karnevalverein Niederhadamar am 16.11.2002 erstmals gemeinsam mit der KG Hadamar die Kampagne 2002/2003.
Im Mai 2003 nahm der Karnevalverein mit Mann und Maus am RKK-Tag in Neuwied teil. Es war ein gelungener Tag in Neuwied und alle Beteiligten waren sich einig, dass dies ein Highlight in der Geschichte des Karnevalvereines ist.
Unter neuem Motto „Apres-Ski-Party“ war der ehemalige Ramba-Zamba-Ball ein toller Erfolg.
9 x 11 Jahre KV Niederhadamar – das Motto der Kampagne 2004/2005 warf große Schatten auf unser Jubiläum 2006 voraus.
Bei der Sessionseröffnung am 13.11.2004 zeichnete der Bezirksdelegierte des RKK einige Mitglieder für besondere Dienste im Karnevalverein mit der RKK-Verdienstmedallie aus.
Der Kreppelkaffee, unter bewährter Leitung von Ministerpräsidentin Petra Heibel, und die Gala-Kappensitzung ebenfalls unter bewährter Leitung von Ministerpräsident Frank Opper waren bis auf den letzten Platz ausverkauft und es wurde gefeiert bis in den frühen Morgen.





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