Karnevalverein Niederhadamar


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Kappensitzung 2012

Presse/News

Die Mannebacher Narren ließen die Puppen tanzen
Mit einer zahlenmäßig und tänzerisch starken Garde, vielen Gästen auf der Bühne,
und vor allem einem bezaubernden Besuch aus der "Augsburger Puppenkiste"
feierte der Karnevalverein Niederhadamar seine Kappensitzung.



Hadamar-Niederhadamar. Es muss nicht immer das Spektakuläre oder das noch nie Dagewesene sein, um bei der Fastnacht einen Saal zum Toben zu bringen. Manchmal reicht es schon, die gemeinsame Erinnerung anzusprechen. Genau das ist dem Quartettverein Niederhadamar in der Kappensitzung des Karnevalvereins gelungen. Als Figuren aus der "Augsburger Puppenkiste"ließen die Sänger die bekannten Songs aus den Fernseh-Puppenspielen hören, etwa der Erdmännchen aus "Kleiner König Kalle Wirsch", des Urmels oder mit goldglänzenden Kostümen als Blechbüchsenarmee.

Vom närrischen Olymp herab stiegen die Wambachlerchen aus Hundsangen und hatten sich weitgehend als griechische Götter verkleidet die aktuelle Griechenland- und Eurokrise als Thema gewählt. Mit umgedichteten Schlagern und überraschenden Bühnengästen wurde überlegt, wie die Probleme zu lösen sind: Etwa mit Sammel-Suff-Obligationen auf Ouzo-Basis? Nachdem auch Fernseh-Finanzberater Peter Zwegat nicht weiterhelfen konnte, sprach schließlich Karl Valentins bayerischer Engel Aloisius ein Machtwort und beendete den Götter-Spuk. Als willkommener Gast war auch die Dreibunds-prinzessin Deborah I. aus Diez nach Niederhadamar gekommen und verteilte ihre Orden.
Doch vor allem trugen die eigenen Formationen des Karnevalvereins den Kappensitzungs-Abend. So bewiesen alle Altersgruppen der Funken, wie vielfältig der Fastnachts-Gardetanz ist und wie viel Training die jungen Damen und immerhin zwei Herrn in die perfekte Körperbeherrschung investiert haben. Aber nicht nur mit karnevalistischen Tänzen, sondern auch mit dem Showtanz zu Liedern aus Popmusik und Musicals machen die Funken eine hervorragende Figur.
Der Fanfarenzug sorgte für ordentlich Puls in der Halle und verwandelte sich sogar in ein Marineorchester.
In der Bütt‘ berichtete Babsi Grün vom Ehestress und davon, was man als spätberufenes Funkenmariechen so erleben kann. Das Kostüm hatte sie praktischerweise gleich unter dem Mantel an. Bauchredner Christoph Quernheim wollte mit seinem sprechenden Polizeihund Franz-Josef eigentlich Werbung für die Polizei machen, doch das Plüschtier pöbelte erst einmal die Besucher an, kündigte dann verschärfte Tempomessungen an und berichtete schließlich Intimes aus dem Schlafzimmer.


Dass Kommunikation am Telefon nicht immer reibungslos klappt, zeigten Frank Opper und Stefan Setzepfand. Als Übernachtungsgast und indischer Rezeptionist gelang es ihnen auch nach mehreren Anläufen nicht, ein Zimmer wie gewünscht zu buchen. Ein altbekannter und ein neuer Mitwirkender fanden sich als Hausmeister und Putzfrau gemeinsam ein: Michael Ruoff und Andreas Fuchs. Während der eine, im Zivilberuf inzwischen Bürgermeister, von den Mühen des städtischen Arbeiters berichtete, "predigte" der andere mal nicht als Pfarrer, sondern als Putzfrau des Pfarrhauses. In beiden Professionen kann es zu amüsanten Verwicklungen kommen, etwa wenn man voller Stolz den neuen städtischen Laubbläser einsetzt und dabei unterbrochen wird oder wenn der Bischof zur Visite im Pfarrhaus erscheint.
Eine besondere Ehre wurde am Ende Sitzungspräsident Joachim Stanjek zuteil. Schließlich war es für ihn die elfte Kappensitzung als Präsident. So durfte er als afrikanischer König auf dem Thron Platz nehmen, während sein Elferrat ihm in der Schlussnummer tänzerisch huldigte. Damit war das große Finale eingeleitet, bei dem alle Aktiven auf der Bühne feierten und dann sämtliche Besucher im Saal weitermachten.vt
(vt)
Artikel vom 12. Februar 2012, 20.19 Uhr (letzte Änderung 13. Februar 2012, 04.12 Uhr)


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